Was ist Pharmakogenetik

Die Begriffe Pharmakogenetik und Pharmakogenomik werden im Allgemeinen gleichbedeutend verwendet. Bei genauerer Betrachtung unterscheiden sich die beide Begriffe jedoch voneinander.

 

Die Pharmakogenetik betrachtet die Reaktion des Körpers eines Einzelnen auf ein Medikament. Diese kann durch Veränderungen in am Stoffwechsel beteiligten Genen (Mutationen) gestört sein. Pharmakogenetik hilft also dabei, solche Veränderungen zu erkennen und eine angemessene, an den einzelnen Patienten angepasste, Therapie zu ermöglichen. 

Die Pharmakogenomik dagegen untersucht die Wechselwirkung von mehreren mutierten Genen auf die Verstoffwechslung von Medikamenten. Es ist die Schnittstelle zwischen Pharmazie und Genomik. Dabei werden auch größere Bevölkerungsgruppen untersucht, denn einige Mutationen treten mit unterschiedlichen Häufigkeiten in verschiedenen Populationen auf. Des Weiteren untersucht die Pharmakogenomik die Wirkung von bestimmten Substanzen auf die Gene und deren Expressionsmuster, was wiederum Einfluss auf den Medikamentenstoffwechsel haben kann. Ein Ziel dieses Forschungsgebietes ist es, dass neue Angriffspunkte für Medikamente gefunden werden, wie z.B. mutierte Gene oder deren Proteine.